Die Schauspielerin Shay Mitchell, bekannt für ihre Rolle in Pretty Little Liars und ihre erfolgreichen Geschäftsvorhaben, darunter die Reisemarke BÉIS, die Tequila-Marke Onda und die Produktionsfirma Amore & Vita Inc., hat kürzlich eine neue Kindermarke namens Rini auf den Markt gebracht. Allerdings stieß die Einführung im Internet auf erhebliche Kritik, viele bezeichneten die Marke als „dystopisch“ und „taub“.
Die Marke Rini: Eine Antwort auf die Neugier von Kindern
Mitchell stellte Rini mit einer Reihe von Instagram-Posts vor, die ein Kind zeigen, das eine Einweg-Blattmaske trägt. In ihrer Erklärung betonte sie den Fokus der Marke auf sanfte Selbstpflege für Kinder, inspiriert vom Wunsch ihrer eigenen Töchter, ihre Hautpflegeroutine nachzuahmen. Das Debütprodukt, eine Aloe-Vera-Regenerationsmaske, entstand aus einem persönlichen Erlebnis – einem Sonnenbrand während eines Familienfrühlingsurlaubs in Mexiko. Mitchell bezeichnete Rini als eine Möglichkeit, die natürliche Neugier von Kindern zu fördern und gleichzeitig Eltern mit sicheren und vertrauenswürdigen Produkten zu versorgen und „süße Momente zu fördern, die uns näher bringen“.
Die Reaktion des Internets: Bedenken hinsichtlich Alter und Nachhaltigkeit
Trotz Mitchells Absichten reagierte das Internet mit weit verbreiteter Missbilligung. Kommentare wie „Das ist aus so vielen Gründen so taub“ und „Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden, um auszudrücken, wie enttäuschend und dystopisch das ist“ spiegeln die vorherrschende Stimmung wider.
Gibt es eine Altersgrenze für Hautpflege?
Die Kontroverse ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Während die Förderung des Sonnenschutzes für Kinder jeden Alters weithin akzeptiert wird, empfehlen Hautpflegeexperten in der Regel die Einführung umfassenderer Produkte wie Reinigungsmittel oder Feuchtigkeitscremes für Kinder im Vorpubertätsalter, im Allgemeinen im Alter zwischen 10 und 12 Jahren. Rini wird jedoch für Kinder ab 3 Jahren vermarktet, also deutlich jünger als die empfohlene Altersgruppe.
Umweltbedenken rund um Blattmasken
Über die Altersbedenken hinaus hat die Wahl eines Einwegprodukts – der Aloe-Vera-Recovery-Tuchmaske – weitere Kritik hervorgerufen. Der Wegwerfcharakter der Tuchmasken steht im Widerspruch zur wachsenden Bewegung in Richtung Nachhaltigkeit. Umweltaktivisten wie Lauren Singer, Gründerin von Package Free Shop, haben zuvor starke Einwände gegen Tuchmasken geäußert, da sie zum Plastikmüll beitragen, und halten sie für „Müll“ und „überflüssig“. Die Umweltauswirkungen dieser Einwegprodukte sind ein Schlüsselfaktor für die Gegenreaktion gegen die Markteinführung von Rini.
Letztendlich hat Shay Mitchells Versuch, eine sanfte Selbstpflegemarke für Kinder zu schaffen, eine Debatte über das richtige Alter für die Einführung von Hautpflege und die Bedeutung nachhaltiger Produktauswahl entfacht. Die Kontroverse verdeutlicht die Notwendigkeit für Marken, nicht nur die Neugier der Kinder, sondern auch deren Umweltauswirkungen und Expertenempfehlungen zu berücksichtigen.
































