Babynamen-Trends für 2026: Was Eltern jetzt wählen

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Die Wahl eines Babynamens bleibt zutiefst persönlich, wird jedoch stark von wechselnden kulturellen Strömungen beeinflusst. Vom Einfluss der Unterhaltung bis hin zu sich entwickelnden gesellschaftlichen Werten beeinflussen zahlreiche Faktoren die Entscheidungen der Eltern. Experten gehen davon aus, dass im Jahr 2026 mehrere Schlüsseltrends die Namensgebung für Babys dominieren werden, die über die bloße Beliebtheit hinausgehen und tiefere Vorlieben widerspiegeln werden.

Ätherische und beruhigende Ästhetik

Der wachsende Wunsch nach Gelassenheit treibt Eltern zu Namen, die Frieden und das Jenseitige hervorrufen. Abby Sandel, eine Expertin für Babynamen, stellt fest, dass sogar Pantones umstrittene Farbauswahl „Cloud Dancer“ diesen Trend widerspiegelt – ein Flüstern der Ruhe in einer chaotischen Welt. Namen wie Aura, Ophelia, Elowyn und Eliana dürften an Bedeutung gewinnen und ein Gefühl ätherischer Schönheit vermitteln.

Von der Natur inspirierter „Cottagecore“-Appeal

Naturnamen bleiben beliebt, entwickeln sich jedoch zu etwas Spezifischerem: der „Cottagecore“-Ästhetik. Dieser Trend betont rustikale, pastorale Bilder, wobei sich Eltern für Namen wie Flora, Rowan und Heath entscheiden. Jennifer Moss von BabyNames.com prognostiziert eine Zunahme von Blumennamen, darunter Veilchen, Haselnuss, Wacholder und Iris.

Der Aufstieg vierbuchstabiger Namen

Einfachheit und Einprägsamkeit führen zu einem Anstieg von Namen mit vier Buchstaben. Colleen Slagen, eine Namensberaterin, weist auf Optionen wie Mack, Tate, Shep, Jude und Bode für Jungen und Romy, Cleo, Lana, Eden, Navy, Elle, Cove und Drew für Mädchen hin. Diese Namen gelten als „elegant“ und „Spitznamen-sicher“ und bieten einen optimierten Ansatz für die Benennung.

Vintage-Revival und Vertrautheit

Die Suche nach einzigartigen und dennoch wiedererkennbaren Namen geht weiter. Experten wie Sherri Suzanne sehen ein Wiederaufleben von Vintage-Optionen, darunter Etta, Marjorie, Abner und Thaddeus. Andere greifen Klassiker des 20. Jahrhunderts wie Wayne, Scott, Eileen und Cynthia auf und suchen nach einem Gleichgewicht zwischen Nostalgie und Individualität.

Die „coole Cowboy“-Atmosphäre

Es entsteht auch eine Mischung aus robust und raffiniert. Namen wie Ford, Walker, Briggs und Rhodes sprechen Eltern an, die einen Hauch von Western-Flair suchen, ohne zu weit vom Mainstream-Appeal abzuweichen. Dieser Trend schließt die Lücke zwischen Country- und Preppy-Ästhetik.

Kreative Schreibweisen und moderne Wendungen

Jede Generation sucht nach Möglichkeiten, klassische Namen aufzufrischen, und 2026 wird es wahrscheinlich experimentellere Schreibweisen geben. Abby Sandel sagt weggelassene Vokale (Huntr), hinzugefügte Buchstaben (Khai) und innovative Endungen (Malakai) voraus, da Eltern nach Originalität streben.

Der „Bridgerton“-Effekt: Namen aus der Regency-Ära

Die Popularität von historischen Dramen wie „Bridgerton“ beeinflusst die Namenswahl. Jennifer Moss erwartet einen Anstieg von „Regency-Namen“ wie Eloise, Elodie, Mabel, Daphne, Astrid und Aurelia. Bei den Jungen gewinnen Ambrose, Alaric, Julian, Thaddeus und Tobias an Boden.

Biblische und religiöse Einflüsse

Nach einer Zeit der keltischen und englischen Dominanz erleben biblische Namen ein Comeback. Elijah, Gabriel, Ethan, Matthew, James, Jeremiah und Noah erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, was ein erneutes Interesse an traditionellen religiösen Namenskonventionen widerspiegelt.

Antike Zivilisationen: Verbindung zum Erbe

Eltern lassen sich zunehmend von alten Kulturen inspirieren. Namen wie Adhara, Cressida, Eulalia und Nefertari bieten eine Verbindung zu Geschichte und Mythologie. Sophie Kihm von Nameberry stellt fest, dass dieser Trend den Wunsch widerspiegelt, die Wurzeln der Vorfahren zu ehren.

Authentizität statt Stil: Der Widerstandstrend

Schließlich zeichnet sich ein Gegentrend ab: Namen werden aufgrund ihrer tieferen Bedeutung gewählt, anstatt flüchtigen Stilen zu folgen. Clyde, Cedric, Harriet und Wallace repräsentieren eine Ablehnung oberflächlicher Trends zugunsten authentischer, sinnvoller Entscheidungen. Dieser Ansatz mag in einer von Neuheiten besessenen Welt fast rebellisch wirken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Namensgebung für Babys im Jahr 2026 von einem komplexen Zusammenspiel ästhetischer Vorlieben, kultureller Einflüsse und einem wachsenden Wunsch nach Individualität und sinnvoller Verbindung geprägt sein wird. Die Trends deuten darauf hin, dass Eltern nicht nur Namen wählen; Sie machen Aussagen über ihre Werte und Bestrebungen.