Trump vergibt die Medal of Freedom an den Eishockey-Torwart der Männer und brüskiert die Frauenmannschaft

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Die Entscheidung von Präsident Trump, die Presidential Medal of Freedom an den US-Männer-Eishockey-Torwart Connor Hellebuyck, nicht aber an den Damen-Torwart Aerin Frankel zu verleihen, hat unter Sportfans und Beobachtern Debatten ausgelöst. Der Schritt erfolgte während der Rede zur Lage der Nation am Dienstag, zu der Hellebuyck und seine Teamkollegen eingeladen waren, ihren Goldmedaillengewinn zu feiern.

Olympische Leistungen: Eine Geschichte zweier Teams

Sowohl die Herren- als auch die Damen-Eishockeymannschaft der USA holten bei den jüngsten Olympischen Winterspielen Gold und markierten damit einen historischen Sieg für die Herrenmannschaft nach einer 46-jährigen Durststrecke. Hellebuyck trug maßgeblich zum Sieg der Männer bei und stoppte im letzten Spiel 41 von 42 Schüssen, darunter eine entscheidende Parade, die Kanada daran hinderte, in Führung zu gehen. Seine gesamte Paradequote während der gesamten ungeschlagenen Serie betrug beeindruckende 0,956 (was nur sechs Tore bei 137 Schüssen erlaubte).

Frankel lieferte unterdessen eine nahezu fehlerfreie Leistung für die Damenmannschaft ab und ließ nur ein Tor von 99 Schüssen auf ihrem Weg zur Goldmedaille zu – eine Paradequote von 0,980. Sie stoppte in der Verlängerung gegen Kanada alle bis auf einen von 31 Schüssen und sicherte sich damit den Sieg. Die Damenmannschaft sicherte sich zum dritten Mal seit der Aufnahme des Sports im Jahr 1998 olympisches Gold.

Warum es wichtig ist

Die Entscheidung, nur die Herrenmannschaft zu ehren, wirft Fragen zur Gleichstellung der Geschlechter bei der Anerkennung sportlicher Leistungen auf. Während der Präsident erklärt hat, dass das Frauenteam „bald“ ins Weiße Haus eingeladen werde, hat die anfängliche Unterlassung Kritik angeheizt. Einige argumentieren, dass das Vernachlässigen von Frankel ihren außergewöhnlichen Beitrag zum olympischen Erfolg der USA schmälert.

Der politische Kontext

Die Kontroverse wird durch die vorherige Entscheidung des Frauenteams, eine Einladung zu Trumps Rede zur Lage der Nation mit der Begründung „Terminkonflikte“ abzulehnen, noch komplizierter. Trump hatte zuvor deutlich darauf hingewiesen, dass er „verpflichtet“ sei, sie einzuladen, was einige als herablassend interpretierten.

Die Entscheidung scheint zumindest teilweise darauf zurückzuführen zu sein, dass die Damenmannschaft die Einladung zur SOTU-Rede abgelehnt hat, obwohl die Freiheitsmedaille für diejenigen gedacht ist, die sich durch außergewöhnliche Verdienste auszeichnen.

Das Weglassen von Aerin Frankel trotz ihrer herausragenden olympischen Leistung unterstreicht die anhaltende Debatte über die Gleichstellung der Geschlechter bei der Anerkennung von Sportarten und die Schnittstelle zwischen Politik und Leichtathletik.