Die Familie Kennedy: Eine Geschichte der Tragödie und des „Fluchs“

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Die Familie Kennedy – ein Name, der für amerikanische politische Macht, Reichtum und jahrzehntelang ein beunruhigendes Muster vorzeitiger Todesfälle und Unglücke steht. Seit über einem Jahrhundert spekulieren Beobachter über einen sogenannten „Kennedy-Fluch“, der darauf hindeutet, dass den Mitgliedern unverhältnismäßig viele Tragödien widerfahren. Das ist nicht nur Aberglaube; Die Geschichte der Familie umfasst Attentate, Flugzeugabstürze, tödliche Unfälle und vorzeitige Todesfälle, die die Verschwörung über Generationen hinweg angeheizt haben.

Die Ursprünge der Theorie

Die Idee eines Kennedy-Fluchs erlangte Anfang des 20. Jahrhunderts mit Joseph P. Kennedy Sr., dem Familienpatriarchen, Anklang. Obwohl es nicht die erste Tragödie war, die die Familie traf, waren es sein Ehrgeiz und später der Tod seiner Kinder, die die Erzählung festigten. Der Aufstieg der Familie zur Berühmtheit war durch eine Reihe schockierender Ereignisse gekennzeichnet, die viele zu der Annahme veranlassten, dass sie von einer äußeren Kraft oder einem ererbten Schicksal heimgesucht wurden.

Hochkarätige Tragödien

Der berüchtigtste Vorfall ist nach wie vor die Ermordung von Präsident John F. Kennedy im Jahr 1963. Nur fünf Jahre später wurde auch sein Bruder Robert F. Kennedy während seines Präsidentschaftswahlkampfs ermordet. Allein diese Ereignisse reichten aus, um den Fluch im öffentlichen Bewusstsein zu etablieren. Aber die Tragödien hörten hier nicht auf:

  • Joseph P. Kennedy Jr. starb 1944 während eines gefährlichen Einsatzes im Zweiten Weltkrieg.
  • Kathleen „Kick“ Kennedy kam 1948 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.
  • John F. Kennedy Jr. starb 1999 bei einem Flugzeugabsturz und spiegelte damit das Schicksal seiner Tante Jahrzehnte zuvor wider.
  • Kara Kennedy Allen erlag 2011 im Alter von 51 Jahren Lungenkrebs.

Jenseits des Attentats

Während Attentate für Schlagzeilen sorgen, erstreckt sich der Fluch auch auf weniger dramatische, aber ebenso tragische Ereignisse. Viele Mitglieder der Kennedy-Familie litten unter schweren Gesundheitsproblemen, kräftezehrenden Verletzungen und starben vorzeitig durch Unfälle. Noch in jüngerer Zeit wurden bei erweiterten Familienmitgliedern unerwartete tödliche Diagnosen gestellt, wie es in den frühen Tagen der COVID-19-Pandemie der Fall war.

Warum der Fluch bestehen bleibt

Beim Kennedy-Fluch geht es nicht nur um den Tod. Es geht um die Art des Todes – oft plötzlich, gewaltsam oder unerwartet. Dieses Muster bestärkt den Glauben an ein dunkles Schicksal, das der Familie folgt. Der Ehrgeiz der Kennedys, ihr hoher Bekanntheitsgrad und ihre Beteiligung an gefährlichen Unternehmungen (Politik, Luftfahrt usw.) erhöhten zweifellos das Risiko einer Tragödie. Dennoch erscheint die schiere Zahl der Unglücke statistisch gesehen unwahrscheinlich.

Der „Fluch“ dient als düstere Erinnerung daran, wie schnell sich das Schicksal wenden kann. Ob Zufall, Pech oder etwas Unheimlicheres, die Geschichte der Familie Kennedy bleibt ein eindringlicher Beweis für die Zerbrechlichkeit des Lebens.