Der Haarpflegemarkt ist mit Produkten überschwemmt, die alles versprechen, von stärkeren Strähnen bis hin zu leichterem Entwirren. Eine immer beliebter werdende Kategorie sind Pre-Shampoo-Behandlungen – Öle, Seren, Cremes und Gele, die vor dem Waschen aufgetragen werden. Während das Pre-Shampooing einst eine Nischenpraxis war, insbesondere in Gemeinschaften mit strukturiertem Haar, ist es mittlerweile zum Mainstream geworden. Aber ist es notwendig? Experten sagen, dass dies nicht für alle gilt, aber für diejenigen, die davon profitieren, kann der Unterschied erheblich sein.
Was sind Pre-Shampoo-Behandlungen?
Pre-Shampoo-Behandlungen, auch Pre-Washes oder Pre-Poos genannt, sollen das Haar vor der Reinigung schützen, nähren und mit Feuchtigkeit versorgen. Das Konzept ist nicht neu; Naturhaar-Enthusiasten nutzen diesen Schritt schon seit Jahren, um ihre Strähnen für das Waschen vorzubereiten. Die Anwendung variiert je nach Produkt: Einige werden 3–30 Minuten lang auf das trockene Haar aufgetragen, während andere sowohl für das Haar als auch für die Kopfhaut geeignet sind. Lesen Sie unbedingt immer das Etikett. Einige enthalten Öle, die die Poren verstopfen oder das Mikrobiom der Kopfhaut stören können, wenn sie direkt auf die Haut aufgetragen werden. Unabhängig von der Formulierung ist eine ordnungsgemäße Spülung unerlässlich.
Warum ein Pre-Shampoo verwenden?
Die Vorteile des Vorshampoos hängen stark von den Inhaltsstoffen des Produkts ab, aber zu den allgemeinen Vorteilen gehören:
- Leichteres Entwirren: Viele Behandlungen enthalten Öle und kationische Polymere, die ein „Gleiten“ erzeugen und das Durchkämmen von Knoten erleichtern, insbesondere bei lockigem, krausem, trockenem oder chemisch behandeltem Haar. Suchen Sie nach Inhaltsstoffen wie Polyquaternium-10 und Guarhydroxypropyltrimoniumchlorid.
- Reduziertes Ablösen: Sulfate in Shampoos können die Haarkutikula anheben, die Porosität erhöhen und natürliche Öle entfernen. Behandlungen vor dem Shampoonieren können eine Schutzbarriere bilden, die die Wasseraufnahme und Reibung beim Waschen begrenzt.
- Verbesserte Gesundheit der Kopfhaut: Einige Formulierungen klären, peelen oder beruhigen die Kopfhaut und bekämpfen so Ablagerungen durch Schweiß, Öle, abgestorbene Haut und Produktrückstände. Experten weisen jedoch darauf hin, dass eine doppelte Haarwäsche ähnliche Ergebnisse erzielen kann.
Ist Pre-Shampooing das Richtige für Sie?
Haarpflege ist individuell. Menschen mit dickem, grobem, trockenem oder strukturiertem Haar profitieren am ehesten von pflegenden Vorwäschen. Für feines, dünnes oder fettiges Haar sind sie möglicherweise zu schwer. Wenn sich Ihr Haar nicht so leicht verheddert oder Sie es bereits zweimal waschen, ist ein Schritt vor dem Shampoonieren möglicherweise nicht erforderlich.
Alternativen und DIY-Optionen
Sie benötigen keine teuren Produkte, um ähnliche Vorteile zu erzielen. Das umgekehrte Waschen (das Auftragen einer Spülung auf die Haarspitzen vor dem Shampoonieren) kann für zusätzlichen Halt und Schutz sorgen. Selbst Grundnahrungsmittel aus der Küche wie kaltgepresstes Kokosnussöl (reich an Laurinsäure) können in den Haarschaft eindringen, die Reibung verringern und Haarbruch verhindern. Zu den weiteren wirksamen Ölen gehört Babassuöl.
Letztendlich können Behandlungen vor dem Shampoonieren Ihre Routine verbessern und den Waschtag zu einem entspannteren Erlebnis machen. Ob sie jedoch unbedingt erforderlich sind, hängt von Ihrem Haartyp, Ihren Bedürfnissen und Vorlieben ab.





























