Ärzte sagen, dass es Aufschluss über die Gesundheit Ihres Verdauungssystems geben kann, wenn Sie darauf achten, ob Ihr Stuhl schwimmt oder sinkt. Auch wenn gelegentliche Abweichungen normal sind, erfordern regelmäßige Änderungen ein Gespräch mit Ihrem Arzt.
Warum schwimmt oder sinkt der Stuhl?
Im Allgemeinen sollte der Stuhl sinken. Dies liegt daran, dass gesunder Stuhl dichter als Wasser ist. Wenn Ihr Stuhl ständig schwimmt, kann dies auf einen hohen Fettgehalt hinweisen, ein Zeichen für Malabsorption – was bedeutet, dass Ihr Körper Fette nicht richtig verdaut.
- Fettreiche Ernährung: Der Verzehr einer besonders fetthaltigen Mahlzeit kann vorübergehend zu schwebendem Stuhlgang führen. Dies ist normalerweise kein Problem, es sei denn, es kommt häufig vor.
- Steatorrhoe: Ständig schwebender, übelriechender Stuhl mit öligem Glanz kann auf Steatorrhoe hinweisen, bei der unverdautes Fett in Ihrem Stuhl erscheint. Dies könnte auf Grunderkrankungen zurückzuführen sein wie:
- Zöliakie: Eine Autoimmunreaktion auf Gluten.
- Morbus Crohn: Eine chronisch entzündliche Darmerkrankung.
- Exokrine Pankreasinsuffizienz: Die Bauchspeicheldrüse produziert nicht genügend Enzyme, um Fette zu verdauen.
- Überschüssiges Gas: Große Mengen an Bakterien im Darm können Gas produzieren, wodurch der Stuhl schwimmt. Dies kann auch zu Blähungen und Blähungen führen.
So beurteilen Sie Ihre Stuhlgesundheit
Experten empfehlen, sich mit der Bristol Stool Scale vertraut zu machen, einem visuellen Leitfaden zur Kategorisierung der Stuhltypen von Verstopfung (Typ 1) bis Durchfall (Typ 6).
- Typ 3 und 4 gelten als normal: wohlgeformt, aber leicht zu bestehen.
- Veränderungen in der Stuhlkonsistenz – sei es, dass der Stuhl schwimmt, während er normalerweise absinkt, oder dass er übermäßig abgewischt werden muss – sollte eine ärztliche Untersuchung veranlassen.
Verbesserung der Darmgesundheit
Bei Menschen ohne gesundheitliche Probleme können ein paar Anpassungen des Lebensstils einen gesunden Stuhlgang fördern:
- Ballaststoffaufnahme: Erhöhen Sie sowohl die Ballaststoffe (Bohnen, Früchte, Hülsenfrüchte) als auch die zusätzlichen Ballaststoffe (Metamucil, Benefiber), um den Stuhl aufzufüllen und den Stuhlgang zu regulieren.
- Flüssigkeitszufuhr: Trinken Sie viel Wasser, um den Stuhl weich zu halten und Verstopfung vorzubeugen.
- Körperliche Aktivität: Bewegung stimuliert die Kontraktionen der Darmmuskulatur und unterstützt die Verdauung.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Zögern Sie nicht, Darmveränderungen mit Ihrem Arzt zu besprechen. Zu den Warnsignalen gehören:
- Blut im Stuhl.
- Tiefschwarzer, teeriger Stuhl (kann auf verdautes Blut hinweisen).
- Öliger Glanz (deutet auf eine Fettabsorption hin).
- Anhaltender schwimmender Stuhl, insbesondere wenn er von einem üblen Geruch begleitet wird.
„Jeder findet es eklig, über seinen Stuhlgang zu reden, aber eigentlich verrät es uns viel über Ihre Gesundheit“, sagt der Gastroenterologe Dr. Rucha Mehta Shah.
Letztendlich kann die Überwachung Ihres Stuhlgangs wertvolle Hinweise auf Ihren allgemeinen Gesundheitszustand liefern. Wenn Sie auf diese Details achten und sie mit Ihrem Arzt besprechen, können Sie die zugrunde liegenden Probleme erkennen und beheben, bevor sie ernst werden.
