Die australische Schauspielerin Ruby Rose hat ihr Schweigen zu einem traumatischen Vorfall mit Popstar Katy Perry gebrochen und behauptet, die Sängerin habe sie vor fast zwei Jahrzehnten sexuell missbraucht. Die Enthüllung, die am 12. April über die Social-Media-Plattform Threads erfolgte, markiert eine bedeutende und plötzliche Eskalation der seit langem bestehenden Spannungen zwischen den beiden Prominenten.
Die Vorwürfe und der Kontext
Der Vorfall ereignete sich Berichten zufolge in einem Nachtclub in Melbourne, als Rose Anfang 20 war. Laut Rose war die Begegnung kein einvernehmlicher Moment, wie frühere Gerüchte oder „lustige Geschichten“, die in der Vergangenheit kursierten, vermuten ließen.
Rose lieferte einen anschaulichen Bericht über den mutmaßlichen Übergriff und erklärte, dass Perry, während sie auf dem Schoß einer Freundin ruhte, auf sie zukam und nicht einvernehmlichen sexuellen Kontakt aufnahm. Rose bemerkte, dass sie den Vorfall zuvor als „lustige kleine Betrunkenengeschichte“ umgestaltet hatte, weil sie zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, wie sie das Trauma verarbeiten sollte.
Zu den wichtigsten Details aus Roses Offenlegung gehören:
– Der Grund für das Schweigen: Rose behauptete, Perry habe sich zuvor bereit erklärt, bei ihrem US-Visum behilflich zu sein, ein Faktor, der dazu beitrug, dass sie den Vorfall jahrelang geheim hielt.
– Die Schwierigkeit, sich zu äußern: Rose bemerkte, dass sich die Auseinandersetzung mit Gewalt und sexuellem Missbrauch zwischen Frauen deutlich schwieriger anfühlt als die Auseinandersetzung mit männlichen Raubtieren.
– Der emotionale Tribut: Die Schauspielerin beschrieb den Prozess, „es aus ihrem Körper herauszuholen“, als einen notwendigen Schritt für ihr körperliches und geistiges Wohlbefinden.
Suche nach rechtlichen Mitteln
Trotz des erheblichen Zeitablaufs hat Rose ihre Absicht angedeutet, eine formelle Rechenschaftspflicht anzustreben. Sie teilte kürzlich mit, dass sie beabsichtige, eine Polizeistation aufzusuchen, um zu sehen, ob ihre Erfahrungen untersucht werden könnten, und räumte ein, dass viele der Ereignisse möglicherweise außerhalb der Verjährungsfrist liegen.
„Ich kann mir vorstellen, dass die Verjährungsfrist abgelaufen ist, aber das ist ein Grund mehr, es zu versuchen.“
Rose äußerte ein Gefühl der Besorgnis über den Prozess und wies darauf hin, wie einschüchternd der Umgang mit mächtigen Persönlichkeiten innerhalb des Rechtssystems sei, beschrieb aber auch ein Gefühl der Erleichterung, dass sie sich endlich zu Wort meldete.
Eine Geschichte der Reibung
Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Stars öffentlich aneinander geraten. Im Jahr 2017 kritisierte Rose Perrys Musik und ihr öffentliches Auftreten und warf ihr vor, sich als politische Aktivistin „umbenannt“ zu haben, nur um die Sache aufzugeben. Während Rose sich später für ihren Tonfall entschuldigte und erklärte, dass sie sich durch einen vermeintlichen Mangel an Verantwortung gegenüber Tyrannen „ausgelöst“ fühlte, deuten die aktuellen Vorwürfe auf einen viel tieferen und ernsteren Konflikt als bloße berufliche oder persönliche Abneigung hin.
Bis jetzt hat Katy Perry keine Antwort auf diese konkreten Anschuldigungen gegeben.
Schlussfolgerung:
Die Entscheidung von Ruby Rose, sich nach zwanzig Jahren zu melden, unterstreicht die anhaltenden Auswirkungen von Traumata und die Komplexität der Meldung von Missbrauch, an dem hochrangige Persönlichkeiten beteiligt sind. Die Situation bewegt sich nun in Richtung einer möglichen rechtlichen Untersuchung, auch wenn die Suche nach formeller Gerechtigkeit mit der Zeit immer schwieriger wird.





























