Neue Erkenntnisse des Biographen Robert Hardman deuten darauf hin, dass die Beziehung zwischen Königin Elizabeth II. und Meghan Markle zunächst von Wärme und einem echten Bemühen um Integration geprägt war und nicht von den unmittelbaren Spannungen, die später die Zeit der Sussexes in Großbritannien prägten.
Ein erster Integrationsversuch
Laut Hardmans kommendem Buch Elizabeth II: In Private. In der Öffentlichkeit. Ihrer Geschichte zufolge war die verstorbene Monarchin Berichten zufolge begierig darauf, Meghan in der Familie willkommen zu heißen. Anstatt die Herzogin von Sussex auf Distanz zu halten, schien die Königin ein aktives Interesse an ihrem Übergang in das königliche Leben zu haben.
Zu den wichtigsten Details aus dieser Zeit gehören:
– Persönliche Gesten: Berichten zufolge versorgte die Königin Meghan mit Geschenken und bemühte sich, sie in die täglichen Routinen einzubeziehen.
– Mentoring: Im Juni 2018, nur wenige Wochen nach der königlichen Hochzeit, unternahmen die Königin und Meghan eine gemeinsame Nachtfahrt mit dem königlichen Zug nach Cheshire – ein Schritt, der Meghan dabei helfen sollte, „die königlichen Grundlagen zu erlernen“.
– Strategische Unterstützung: Die Königin war maßgeblich an der Auswahl von Meghans Schirmherrschaften wie dem National Theatre und der Association of Commonwealth Universities beteiligt, mit dem Ziel, ihr eine sinnvolle Rolle innerhalb der Institution zu geben.
Der Aufstieg der inneren Reibung
Trotz dieser Bemühungen kam es nie zu dem von der Öffentlichkeit vorgestellten „Traumteam“, das oft als „Fab Four“ bezeichnet wird. Stattdessen begannen grundlegende Spannungen zwischen den Sussexes und den Cambridges (heute Prinz und Prinzessin von Wales) an die Oberfläche zu kommen.
Die Reibung wurde durch mehrere Faktoren verursacht:
– Wachsende Ressentiments: Als Meghan und Harry große öffentliche Popularität erlangten, löste dies Berichten zufolge bei anderen Zweigen der Familie ein Gefühl des Unbehagens aus.
– Der Zusammenbruch der Kommunikation: Die Brüder trennten sich schließlich von ihren beruflichen Ämtern und markierten damit das Ende ihrer gemeinsamen Arbeitsbeziehung.
– Die „undichten“ Vorwürfe: Der Konflikt eskalierte zu einem Medienkrieg. In seinen Netflix-Dokumentationen behauptete Prinz Harry, dass die königlichen Kommunikationsteams in einen Zyklus von „Pflanz-“ und „Handels“-Geschichten verwickelt seien. Er behauptete, dass ein Team, um eine negative Geschichte über einen Schulleiter zu unterdrücken, eine schädliche Geschichte über einen anderen ans Licht bringen könnte.
Das Erbe des Konflikts
Dieser Zusammenbruch ist besonders bedeutsam, weil er eine verpasste Chance auf Stabilität verdeutlicht. Prinz Harry bemerkte, dass er und Prinz William einst vereinbart hatten, ihre jeweiligen Büros vor der Art Medienkrieg zu schützen, der bekanntermaßen zum Sturz von Prinzessin Diana beitrug. Dieser Pakt konnte die öffentliche Fehde jedoch letztendlich nicht verhindern.
Der Übergang vom integrativen Ansatz der Königin zum aktuellen Zustand der Spaltung markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Monarchie. Die Institution ist von einer Zeit sorgfältiger, strukturierter Integration unter Elisabeth II. zu einer viel volatileren und von Skandalen geprägten Ära übergegangen.
Der Übergang von der proaktiven Mentorschaft der Königin zum öffentlichen Streit zwischen den Brüdern legt nahe, dass selbst die bewusstesten Bemühungen um institutionelle Harmonie durch interne Konkurrenz und Medienkriege untergraben werden können.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Königin Elizabeth II. zwar erhebliche Versuche unternahm, Meghan Markle in der königlichen Familie willkommen zu heißen, institutionelle Rivalitäten und Medienstrategien letztendlich jedoch die Beziehung zwischen den beiden Zweigen der Familie zerstörten.
