Neues, von der FDA zugelassenes Medikament bietet Linderung bei Hitzewallungen

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Ein neues nicht-hormonelles Medikament, Elinzanetant (vermarktet als Lynkuet), erhielt im Oktober die FDA-Zulassung und bietet eine neue Option für Frauen, die mit Hitzewallungen zu kämpfen haben. Experten betonen, dass es zwar wirksame Behandlungen gibt, viele Frauen jedoch unnötig leiden und anhaltende Hitzewallungen über das Unbehagen hinaus gesundheitliche Risiken mit sich bringen können.

Das Problem: Hitzewallungen und ihre Auswirkungen

Hitzewallungen betreffen bis zu 80 % der Frauen in den Wechseljahren und verursachen plötzliche starke Hitze, Schwitzen und Schlafstörungen. Diese Symptome können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, und neuere Forschungen bringen sie mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und kognitiven Verfall in Verbindung. Beim Ignorieren von Hitzewallungen geht es nicht nur um Komfort; es kann zu langfristigen Gesundheitsproblemen führen.

Elinzanetant: Wie es funktioniert und für wen es geeignet ist

Elizanetant zielt auf das Temperaturregulierungssystem des Gehirns ab, insbesondere auf den Hypothalamus, der in den Wechseljahren aufgrund sinkender Östrogenspiegel überaktiv wird. Das Medikament blockiert diese Hyperaktivität und reduziert sowohl Hitzewallungen als auch damit verbundene Schlafstörungen. Studien zeigen, dass es innerhalb einer Woche wirkt und unabhängig davon wirkt, ob die Menopause natürlich oder chirurgisch herbeigeführt wird (nach der Entfernung der Eierstöcke). Entscheidend ist, dass es sich als sicher für Frauen mit Brustkrebs erwiesen hat, die häufig keine Hormontherapie erhalten können.

Hormontherapie bleibt Goldstandard, aber nicht für jeden geeignet

Während Elizanetant eine wertvolle Ergänzung ist, halten Experten die Hormontherapie immer noch für die wirksamste Behandlung gegen Hitzewallungen – sofern eine Frau dafür geeignet ist. Richtlinien empfehlen eine Hormontherapie für Frauen unter 60 Jahren oder innerhalb von 10 Jahren nach Beginn der Menopause, da sie zusätzliche Vorteile wie die Verhinderung von Knochenschwund und die Verbesserung der Vaginalgesundheit bietet. Allerdings ist eine Hormontherapie nicht risikofrei und bei manchen Personen kontraindiziert.

Häufige Mythen entlarvt

Es gibt viele Missverständnisse rund um Hitzewallungen. Sie beginnen oft bevor die Menopause vollständig einsetzt (während der Perimenopause) und können Jahre dauern – sogar ein Jahrzehnt oder länger, insbesondere bei hispanischen und afroamerikanischen Frauen. Over-the-Counter-Medikamente haben nur eine begrenzte nachgewiesene Wirksamkeit und bieten kaum eine über eine Placebo-Reaktion hinausgehende Wirkung. Während Hypnose und kognitive Verhaltenstherapie eine gewisse Linderung verschaffen können, sind sie keine Heilmittel.

Schließlich sind Hitzewallungen nicht nur ein Ärgernis; Sie sind mit ernsthaften Gesundheitsrisiken verbunden. Während Elinzanetant den Knochenschwund nicht direkt behandelt, ist der Zusammenhang zwischen Hitzewallungen und der kardiovaskulären/kognitiven Gesundheit ein aktives Forschungsgebiet.

Fazit: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

Wenn Sie lästige Hitzewallungen verspüren, ist die Suche nach professionellem Rat unerlässlich. Ein Gesundheitsdienstleister kann Ihre individuellen Risikofaktoren beurteilen, Behandlungsoptionen (einschließlich Hormontherapie und Elizanetant) besprechen und Ihnen helfen, die beste Entscheidung für Ihre Gesundheit zu treffen. Das Ignorieren dieser Symptome könnte dazu führen, dass eine wirksame Linderung verpasst wird und sich möglicherweise Ihre langfristigen Gesundheitsrisiken erhöhen