Starke familiäre Bindungen in der Jugend gehen mit besseren Freundschaften im Erwachsenenalter einher

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Eine neue Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen der Pflege familiärer Beziehungen im Jugendalter und stärkeren sozialen Bindungen später im Leben. Die in JAMA Pediatrics veröffentlichte Studie legt nahe, dass Investitionen in das emotionale Wohlbefinden und die Sicherheit eines Kindes zu Hause das Risiko sozialer Isolation als Erwachsener erheblich verringern können.

Die Ergebnisse der Studie

Forscher der Columbia University analysierten Daten von über 7.000 Personen, die zwei Jahrzehnte lang im Rahmen der National Longitudinal Study of Adolescent to Adult Health verfolgt wurden. Erwachsene, die angaben, im Teenageralter die stärksten familiären Bindungen zu haben, hatten mit mehr als doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit (39,5 %) eine hohe soziale Bindung als Erwachsene mit den schwächsten familiären Bindungen (16,1 %).

Dabei geht es nicht nur darum, Einsamkeit zu vermeiden; es geht um soziales Gedeihen. Frühere Untersuchungen des Hauptautors der Studie, Robert C. Whitaker, aus dem Jahr 2022 ergaben, dass Jugendliche mit starken familiären Bindungen mit einer um 49 % höheren Wahrscheinlichkeit insgesamt Erfolg haben und nicht einfach nur negative Folgen vermeiden.

Wie die familiäre Verbindung gemessen wurde

Die Studie bewertete die familiären Bindungen anhand subjektiver Erfahrungen und fragte die Teilnehmer, wie sehr sie sich fühlten:

  • Ihre Eltern haben sich um sie gekümmert
  • Sie wurden von den Familienmitgliedern verstanden
  • Es hat Spaß gemacht, mit ihrer Familie zusammen zu sein
  • Sie erhielten Aufmerksamkeit von ihrer Familie
  • Sie fühlten sich geliebt und gewollt

Die soziale Gesundheit Erwachsener wurde dann anhand von Indikatoren wie der Anzahl enger Freunde, der Häufigkeit des Gefühls der Isolation und der Teilnahme an regelmäßigen sozialen Aktivitäten gemessen.

Warum das wichtig ist

Diese Forschung unterstreicht, dass es bei der Investition der Eltern in die emotionale Sicherheit eines Kindes nicht nur darum geht, Probleme wie Depressionen oder Angstzustände zu vermeiden; Es ist eine Grundlage für zukünftigen sozialen Erfolg.** Die Pubertät ist eine entscheidende Zeit für die Entwicklung von Vertrauen, Selbstwertgefühl und der Fähigkeit, sinnvolle Beziehungen aufzubauen. Eine stabile, liebevolle häusliche Umgebung bildet das Gerüst für diese Fähigkeiten.

„Verstärkte familiäre Bindungen während der Adoleszenz können dazu beitragen, die Belastung durch soziale Trennung bei Erwachsenen zu verringern“, schlussfolgerten die Forscher.

Diese Studie ergänzt eine wachsende Zahl an Beweisen, die den dauerhaften Einfluss frühkindlicher Beziehungen auf das langfristige Wohlbefinden belegen. Für Eltern ist es eine Erinnerung daran, dass sich eine konsequente emotionale Investition in ihre Kinder weit über die Pubertät hinaus auszahlt.