Megyn Kelly muss sich einer Gegenreaktion gegenübersehen, weil sie das Alter von Jeffrey Epsteins Opfern verteidigt

17

Megyn Kelly hat Kontroversen ausgelöst, nachdem sie in ihrem Podcast über den verurteilten Sexhändler Jeffrey Epstein gesprochen hatte und argumentierte, dass seine Vorliebe für ältere Teenager – statt für kleine Kinder – ihn von der Bezeichnung „Pädophiler“ befreien sollte. Die Kommentare wurden schnell verurteilt, vor allem von der Schauspielerin Christina Ricci, die Kelly öffentlich als „Gefahr für Kinder“ bezeichnete.

Kellys Argument und der Kontext

Während eines Gesprächs mit der konservativen Journalistin Batya Ungar-Sargon unterschied Kelly zwischen Epsteins mutmaßlichen Opfern nach Alter. Sie behauptete, dass er trotz der Ausbeutung von Teenagern nicht als Pädophiler eingestuft werden dürfe, da er „nicht auf Achtjährige stehe“. Sie stellte die Unterscheidung als eine Frage von „Fakten“ dar und argumentierte, dass ein 15-Jähriger sich von einem Fünfjährigen unterscheide und die Art seiner Verbrechen daher nicht der traditionellen Definition entspreche.

Dieses Argument wurde vielfach kritisiert, da es die Schwere des sexuellen Missbrauchs von Kindern verharmlose. Nach rechtlicher und medizinischer Definition gilt jeder unter 18 Jahren als Kind. Das National Institute of Health erkennt diesen Standard an, was bedeutet, dass selbst ein 15-Jähriger gesetzlich minderjährig und der Gefahr von Ausbeutung ausgesetzt ist. Kellys Versuch, den Missbrauch nach Alter zu unterteilen, ignoriert die Machtdynamik, die im Spiel ist und bei der sogar ältere Teenager von einem erwachsenen Raubtier genötigt oder manipuliert werden können.

Riccis Reaktion und öffentlicher Aufschrei

Christina Ricci, eine lautstarke Verfechterin der Kindersicherheit, reagierte auf Kellys Kommentare mit einem Beitrag in den sozialen Medien und nannte sie eine „Gefahr für Kinder“. Riccis Aussage spiegelt die allgemeine Empörung wider, die Kellys Äußerungen online ausgelöst haben. Tausende Benutzer haben Kellys Verteidigung von Epstein verurteilt und argumentiert, dass sie den Schaden herunterspielt, der allen Opfern zugefügt wurde, unabhängig von ihrem Alter.

Die umfassenderen Implikationen

Die Kontroverse um Kellys Kommentare verdeutlicht den beunruhigenden Trend, sexuelle Ausbeutung bei älteren Teenagern zu verharmlosen oder zu rechtfertigen. Diese Rhetorik kann ein gefährliches Schlupfloch schaffen, das es Straftätern ermöglicht, sich der Verantwortung zu entziehen, indem sie ihre Verbrechen als weniger schwerwiegend darstellen. Durch die willkürliche Abgrenzung nach Alter wird das Grundprinzip untergraben, dass alle Kinder Schutz vor Missbrauch verdienen.

Die Debatte unterstreicht auch die Macht der Sprache bei der Gestaltung der Wahrnehmung sexueller Gewalt. Durch die sorgfältige Wahl von Worten und die Formulierung von Argumenten können Einzelpersonen schädliches Verhalten auf subtile Weise normalisieren und Täter vor Konsequenzen bewahren. Kellys Versuch, „Pädophile“ anhand des Alters neu zu definieren, ist ein Paradebeispiel für diese Manipulation.

Die Gegenreaktion auf Kellys Äußerungen dient als Erinnerung daran, dass die Gesellschaft den Einzelnen für die Aufrechterhaltung schädlicher Narrative zur Verantwortung ziehen muss, insbesondere wenn es dabei um die Ausbeutung schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen geht. Der Vorfall unterstreicht die dringende Notwendigkeit klarer, kompromissloser Definitionen von sexuellem Kindesmissbrauch und die Bedeutung des Schutzes aller Opfer, unabhängig von ihrem Alter