Die Eiskunstlauf-Goldmedaillengewinnerin Tara Lipinski verteidigt ihre Entscheidung, ihr Kleinkind Georgie zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand mitzubringen, und löst damit eine Debatte über die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für berufstätige Mütter aus. Lipinski, die bei den Spielen als Analystin arbeiten wird, reagierte auf die Kritik mit der Aussage, sie wolle sich nicht zwischen Karriere und Mutterschaft entscheiden.
Die Sportlerin postete auf Instagram: „Frauen hatten diese Möglichkeit so lange nicht. Ich möchte, dass meine Tochter eine Mutter sieht, die ihre Träume verfolgt und sich voll und ganz für sie einsetzt.“ Sie fuhr fort: „Ich kann beides gleichzeitig auf meine eigene Art und Weise tun.“
Lipinskis Weg zur Mutterschaft verlief nicht ohne Herausforderungen. Sie und ihr Ehemann Todd Kapostasy hatten fünf Jahre lang mit Unfruchtbarkeit zu kämpfen, bevor sie Georgie im Oktober 2023 als Leihmutter willkommen hießen. Diese Erfahrung führte dazu, dass sie eine Rolle als Community-Leiterin für Dandi übernahm, eine Marke, die Menschen bei Fruchtbarkeitsproblemen unterstützt.
Lipinski räumt ein, wie schwierig es ist, mehrere Rollen unter einen Hut zu bringen: „Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich versuche, all diese Rollen unter einen Hut zu bringen. Aber am Ende des Tages glaube ich, dass man, wenn man einfach seinem Instinkt folgt und gut drauf ist, irgendwann hoffentlich eine bessere Balance finden wird.“
Die Kontroverse unterstreicht eine breitere Diskussion über die gesellschaftlichen Erwartungen an berufstätige Mütter, insbesondere in hochkarätigen Berufen. Lipinskis Haltung stellt die traditionelle Vorstellung in Frage, dass Frauen sich zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen, und plädiert stattdessen für die Möglichkeit, beides zu tun.
Ihre Entscheidung ist ein Beweis dafür, dass Frauen ihren Ehrgeiz verfolgen können, ohne ihre Mutterschaft zu opfern, und umgekehrt. Die Debatte darüber, ob es angemessen ist, ein Kleinkind zu einer internationalen Sportveranstaltung mitzubringen, ist zweitrangig gegenüber der zugrunde liegenden Botschaft: Frauen sollten nicht gezwungen werden, sich zu entscheiden.





























