Schwerwiegende Fehlverhaltensvorwürfe erschüttern Eric Swalwells Gouverneurswahlkampf

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Der kalifornische demokratische Abgeordnete Eric Swalwell befindet sich nach einer Reihe von Bombenberichten über angebliche sexuelle Übergriffe und Fehlverhalten in einer politischen Krise. Die Vorwürfe, die in separaten Berichten des San Francisco Chronicle und CNN detailliert beschrieben werden, betreffen mehrere Frauen – darunter ehemalige Mitarbeiter – und haben zu einem raschen Zusammenbruch seiner Unterstützung innerhalb der Demokratischen Partei geführt.

Die Art der Vorwürfe

In den Berichten werden mehrere unterschiedliche Kategorien mutmaßlichen Fehlverhaltens über mehrere Jahre hinweg dargelegt:

  • Machtmissbrauch und Fehlverhalten am Arbeitsplatz: Eine ehemalige Mitarbeiterin, die zum Zeitpunkt ihrer Einstellung im Jahr 2019 21 Jahre alt war, behauptet, dass Swalwell sie verfolgt habe, kurz nachdem sie ihre Arbeit in seinem Büro in Kalifornien aufgenommen hatte. Sie behauptet, er habe über Snapchat unaufgefordert explizite Bilder verschickt und sie unter Druck gesetzt, Nacktfotos zu machen.
  • Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe: Dieselbe ehemalige Mitarbeiterin lieferte anschauliche Berichte über sexuelle Begegnungen, die stattfanden, während sie betrunken war und nicht einwilligen konnte. Dazu gehören Vorwürfe, nackt in einem Hotelbett aufgewacht zu sein, und ein Vorfall bei einer Wohltätigkeitsgala im Jahr 2024, bei dem sie behauptet, er habe sich ihr aufgedrängt, nachdem sie getrunken hatte.
  • Belästigung in sozialen Medien: CNN berichtete über Berichte von drei weiteren Frauen, die über soziale Medien mit Swalwell in Kontakt standen. Diese Frauen, darunter die demokratische Strategin Ally Sammarco, gaben an, unaufgefordert explizite Nachrichten erhalten zu haben. Andere Frauen beschrieben Fälle von nicht einvernehmlichen Berührungen und fanden sich in Hotelzimmern wieder, ohne dass sie sich an die Ereignisse erinnern konnten.

Politische Folgen und Zusammenbruch der Kampagne

Der Zeitpunkt dieser Berichte ist entscheidend, da Swalwell als Spitzenkandidat im Rennen um die Nachfolge von Gouverneur Gavin Newsom galt. Die politischen Auswirkungen waren fast unmittelbar:

  1. Rücktritte: Strategische Beraterin Courtni Pugh und mindestens vier weitere Wahlkampfmitarbeiter sind Berichten zufolge ausgeschieden.
  2. Verlust der Unterstützung: Hochrangige Demokraten, darunter Senator Adam Schiff, haben ihre Unterstützung zurückgezogen.
  3. Interner Druck: Der Abgeordnete Jimmy Gomez, der die Kampagne gemeinsam leitete, trat sofort zurück, nannte die Anschuldigungen „die hässlichsten und schwerwiegendsten, die man sich vorstellen kann“ und forderte Swalwell auf, aus dem Rennen auszusteigen.
  4. Rückzug der Institution: Wichtige Unterstützer wie die California Teachers Association haben ebenfalls ihre Unterstützung zurückgezogen.

Swalwells Verteidigung

Der Vertreter Swalwell hat alle Vorwürfe kategorisch zurückgewiesen. In einer formellen Erklärung wies sein Wahlkampfteam die Behauptungen als falsch und politisch motiviert zurück und stimmte mit der bevorstehenden Wahl überein.

„Fast 20 Jahre lang habe ich der Öffentlichkeit gedient – ​​als Staatsanwältin und Kongressabgeordnete, und immer Frauen beschützt“, heißt es in seinem Wahlkampf. „Ich werde mich mit Fakten verteidigen und gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten.“

In der Kampagne wurde betont, dass Swalwell beabsichtigt, sich auf seine Familie zu konzentrieren und gleichzeitig seine Bilanz gegen das zu verteidigen, was sie als „Lügen“ bezeichnen.

Warum das für die kalifornische Politik wichtig ist

Diese Entwicklung führt zu einem erheblichen Vakuum bei den Gouverneursvorwahlen in Kalifornien. Bisher wurde das Feld der Demokraten größtenteils von Swalwell angeführt, neben der Abgeordneten Katie Porter und dem Milliardär Tom Steyer.

In einer überfüllten Vorwahl ermutigt die demokratische Führung in der Regel Kandidaten mit schlechteren Umfragewerten, sich zurückzuziehen, um die Unterstützung hinter den stärksten Konkurrenten zu festigen. Dies verhindert ein „Split-Vote“-Szenario, das es einem Republikaner ermöglichen könnte, sich einen Spitzenplatz bei den Parlamentswahlen zu sichern. Da Swalwells Wahlkampf in Aufruhr ist, steht das Rennen vor einer großen Neuausrichtung, da Wähler und Spender entscheiden, welcher Kandidat die Partei am besten repräsentieren kann.


Zusammenfassung: Eric Swalwells Kandidatur für das Amt des Gouverneurs von Kalifornien ist nach mehreren Vorwürfen wegen sexuellen Fehlverhaltens und Übergriffen, die zu einer Massenabwanderung von Wahlkampfmitarbeitern und prominenten demokratischen Unterstützern geführt haben, einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt.