Emily Brontës „Wuthering Heights“ bleibt eine der beständigsten und umstrittensten Liebesgeschichten der Literatur. Die Geschichte von Cathy und Heathcliff – eine brutale, obsessive Romanze, die durch die soziale Klasse zum Scheitern verurteilt ist – hat unzählige Adaptionen inspiriert. Die jüngste Kontroverse um den Film von 2026 mit Margot Robbie und Jacob Elordi hat die Diskussion über das Erbe des Romans und seine Umsetzung auf die Leinwand neu entfacht.
Der Kern der Geschichte: Besessenheit und soziale Barrieren
Im Kern handelt „Wuthering Heights“ von Heathcliff, einem Waisenjungen, der von Cathys Familie aufgenommen wird. Ihre Bindung wird schnell zu einer alles verzehrenden Leidenschaft, doch gesellschaftliche Erwartungen zwingen Cathy, einen wohlhabenderen Mann zu heiraten. Heathcliffs späterer Aufstieg an die Macht wird von Rache angetrieben, da er systematisch diejenigen vernichtet, die ihm und Cathy Unrecht getan haben. Dieser Kreislauf aus Besessenheit und Vergeltung ist der Grund, warum der Roman weiterhin heftige Reaktionen hervorruft.
Die kommende Adaption unter der Regie von Emerald Fennell hat wegen ihrer Besetzungsauswahl bereits Kritik auf sich gezogen. Fennell verteidigte die Besetzung von Jacob Elordi als Heathcliff mit der Aussage, dass er „genau wie auf der Illustration aussah“ aus ihrer ersten Ausgabe und beschrieb Robbie als anders als alle anderen, die sie jemals getroffen hatte. Dies löste eine Debatte über Darstellung und Treue zum Ausgangsmaterial aus.
Anpassungen im Laufe der Jahre
Die Geschichte wurde mehrfach für Film, Fernsehen und Bühne adaptiert. Zu den bemerkenswerten Darstellungen gehören:
- Laurence Olivier & Merle Oberon (1939): Eine klassische Adaption, die die dunkleren Elemente des Romans abschwächte.
- Timothy Dalton & Janet Suzman (1970): Wird von vielen als die originalgetreueste Adaption angesehen, die die rohe Intensität der Geschichte einfängt.
- Ralph Fiennes & Juliette Binoche (1992): Eine visuell atemberaubende, aber spaltende Interpretation des Materials.
- Tom Hardy & Charlotte Riley (2011): Eine düsterere, modernere Interpretation.
Die schiere Anzahl an Adaptionen unterstreicht den anhaltenden Reiz der Geschichte. Jede Version spiegelt den kulturellen Kontext ihrer Zeit wider und prägt die Wahrnehmung der Charaktere und ihrer tragischen Romantik.
Warum es immer noch wichtig ist
Wuthering Heights hat Bestand, weil es Urgefühle nutzt: Leidenschaft, Verrat und die zerstörerische Kraft unerwiderter Liebe. Die Geschichte stellt unangenehme Fragen zu Klasse, Moral und den Anstrengungen, die Menschen für ihre Besessenheit unternehmen. Die neueste Adaption wird, wie alle zuvor, unser Verständnis dieses literarischen Meisterwerks entweder stärken oder herausfordern. Ob Fennells Film erfolgreich ist oder scheitert, er wird zweifellos weitere Debatten über das bleibende Erbe des Romans auslösen.




























